Die Kunst des Wahrnehmungsgeleiteten Handelns

Ohne Wahrnehmung, keine Welt. Dieser Satz, in seiner ganzen Schlichtheit mag uns vielleicht kurz zum Stocken bringe, doch nur um sich kurz darauf selbst zu bewahrheiten. Schon um über ihn nachdenken zu können, müssen er und die sich an ihn anschließenden Empfindungen und Gedanken wahrgenommen werden. So ist die Fähigkeit wahrzunehmen Anfang und Grundlage für all unser Erleben, unsere Erkenntnisse und Handlungen.  Können wir sie verfeinern, vertiefen und sensibilisieren, wirkt sich das in der Folge auf alle anschließenden Aktivitäten und Lebensbereiche aus.

Wie gebunden, unfrei und verzerrt unsere Wahrnehmung ist, bemerken wir für gewöhnlich allerdings überhaupt nicht. Diese Erfahrung tritt erst ein, wenn wir einmal im Äußeren versuchen, einen Gegenstand sei es auch nur für 10 Minuten intensiv zu beobachten und ein getreues innere Bild sich von im zu vergegenwärtigen, ohne dabei abzuschweifen, oder eigene Interpretationen und Urteile bis zum Abschluss dieser Betrachtung anzulegen. Oder wenn wir ein Bild betrachten und es einem Partner beschreiben sollen. Wenn wir bemerken, wie verschieden die bemüht objektiven Beschreibungen einer sozialen Situation von verschiedenen Teilnehmern ausfallen.

In der innerlichen Wahrnehmung von Empfindungen oder Vorstellungen tritt die Verunsicherung gegenüber der eigenen Beobachtungsgabe noch rascher ins Erleben. Will man nur fünf Minuten das Bild eines Dreiecks sich vor dem inneren Auge vergegenwärtigen, spürt man sehr schnell die konzentrierte Kraft, die dafür notwendig ist – ebenso wie die große Herausforderung, die in dieser Aufgabe liegt.


Wie kann nun aber die Wahrnehmung geschult werden – so dass sie mit größerer Klarheit, kräftigerer Evidenz und Verlässlichkeit eine immer sicherere Grundlage für das Erkennen und Handeln werden kann?

In einer besonders für dieses Anliegen entwickelten Methodik

  • der Kunstbetrachtung
  • der künstlerischen Gestaltung und
  • der Naturbeobachtung

werden gezielt diejenigen Fähigkeiten geschult, die dafür notwendig sind. Individuell auf Ihre Bedürfnisse hin bildet der Abschluss dieses Seminares der Brückenschlag in die berufliche Praxis, Sozialkompetenz und Lebensgestaltung.

Eine besondere Variante dieses Angebotes ist der wahrnehmungsgeleiteten Organisationsentwicklung gewidmet. Diese richtet sich an kleinere Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, Kollegien im Bildungs- und Erziehungsbereich und Gründungsinitiativen von Unternehmen, die sich Begleitung in ihrem Organisationsaufbau wünschen.

Wahrnehmen – Unterscheiden – Erkennen – Handeln