header2SAMMLUNG FROEHLICH ++ 24.11., 18.30–21.30 Uhr

Novemberblues:

Kunst treffen mit Jannis M. Keuerleber
Donnerstag, 24. 11., 18.30 – 21.30 Uhr

gratis inkl. Getränke und Leckerbissen

Sammlung Froehlich, Kohlhammerstraße 20, 70771 Leinfelden-Echterdingen
Anmeldung über info@sammlung-froehlich.de, Milena Franziska Schäufele


Die vage Gestimmtheit des Novemberherbstes bietet optimale Voraussetzungen für ein ästhetisches Zusammenspiel von Zeichnungen Joseph Beuys‘ mit neuen Arbeiten des jungen Künstlers Philip Stoll (*1988): Analoge Fotografien kontrastieren lose Notationen auf Papier.

 

Beiden Werken ist Offenheit gemein: Fotografie, die nichts abbildet und doch lebendige Landschaften zaubert – Zeichnungen, die keine Motive, sondern Denkprozesse offenbaren. Die ungegenständlichen Bilder verbleiben skizzenhaft und wirken flüchtig, sie kaschieren ihr Material, das Papier, nicht, sondern machen es zum Erfahrungsfeld der Anschauung – Beuys’ Zeichnen aus unsichtbaren Gedanken heraus und Stolls Bildmeditationen im Medium der Fotografie.

Philip Stoll ist Musiker. Auch seine Bilder haben einen Klang und beim Fotografieren ist er immer auf der Suche nach einer intensiveren Wahrnehmung der Welt und Stimmungen besonderer Landschaften. Dies für den Betrachter erfahrbar zu machen, ist ihm ein großes Anliegen. Ohne Empathie ist nichts sichtbar. Das Auge allein hilft nicht weiter. Joseph Beuys betonte die Qualität des Hörens, »das Hörende«, als zusätzlichen Schlüssel zu Kunst, das heißt, als einen Schlüssel schlechthin.

In diesem Sinne steht die Frage im Raum, welches Licht die Arbeiten aufeinander werfen und inwiefern erhellende Dissonanzen entstehen.

In den Kunsttreffen mit Jannis M. Keuerleber geht es um die Begegnung mit Kunst aus der Wahrnehmung heraus. Die Teilnehmer nähern sich einem Werk im Gespräch und bilden ein neues Verständnis von ihm. Es geht nicht um einen Wissenstransfer, sondern eigene Entdeckungen, Verstehensbildung und Überraschungen. Und auch darum, die Freude an der Kunst und die Fähigkeit, sie zu erschließen weiter zu entwickeln. Einfache Übungen sensibilisieren die Sinne, und steigern die Aufmerksamkeit. Denn Kunst ist Erfahrung. Und sie zu treffen setzt die Bereitschaft voraus, an den eigenen Grenzen zu gehen.

Philip Stoll zeigt erstmals in Deutschland aktuelle Fotografien in einer Einzelausstellung, Galerie Artlantis, Senefelderstraße 97, 70176 Stuttgart

 

KUNSTtreffen: Novemberblues